Interreligiöser Dialog

Veranstaltungen

 Samstag 16. Juni 2012 / Sonntag 17. Juni 2012

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Samstag, 16. Juni, 10.15 Uhr 

Villa Kunterbunt, Multifunktionssaal

Feindesliebe auch in anderen Religionen – können Religionen Frieden stiften?

Aktuelle Beispiele interreligiöser Friedensbemühungen
Christinnen und Christen werden von Christus aufgefordert, ihre Feinde zu lieben, Unrecht zu leiden und bedingungslos für Frieden einzutreten. Muslime sollen auf Muhammads Geheiß ihre innere Gewaltbereitschaft durch djihad überwinden. Juden sind aufgerufen, Gottes shalom im Alltag weiterzugeben. Und Hindus und Buddhisten sollen in allen Kreaturen, auch in ihren Feinden, Teile der Weltseele (Brahma) entdecken. Alle Religionen vertreten eine "Kultur und Ethik der Gewaltlosigkeit", die in der Aufforderung zur Feindesliebe kulminiert. Ist Feindesliebe aber wirklich praktikabel, um Frieden zu stiften? Es sollen gelungene und misslungene Beispiele interreligiösen Friedenstiftens in Deutschland, Ruanda, Sierra Leone u. a. aufgrund religiöser Friedensethiken vorgetragen und diskutiert werden.

Prof. Dr. Reinhold Mokrosch, Osnabrück

Siehe auch die Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ in der Wiestorschule

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Samstag, 16. Juni, 13.30 Uhr

Wiestorschule. Bei schönem Wetter im Schulhof

„Ich höre Dein Gebet“

Ein multireligiöses Gebet mit dem interreligiösen Gebetskreis der Haldenkirche St. Gallen und dem Runden Tisch der Religionen St. Gallen und Umgebung e.V.
Mitglieder der unterschiedlichen Weltreligionen (Hinduismus, Christentum, Islam, Buddhismus, Bahai’i, Sikkhismus und Judentum) versammeln sich zu einer Gebetsfeier, in der mit Respekt dem Gebet des anderen gelauscht und in Andacht teilgenommen wird. Jede Religion bringt ihre Tradition ein. Es wird nicht ein Gebet miteinander gesprochen und formuliert, sondern die Vielfalt der Gebete werden in ihrer Fülle nacheinander eingebracht.

Moderation: Jens Mayer, St. Gallen

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Samstag, 16. Juni, 15.30 Uhr

Villa Kunterbunt, Multifunktionssaal

Podiumsdiskussion „Chancen und Grenzen des interreligiösen Dialogs“

Teilnehmende des multireligiösen Gebets aus der Schweiz und ReligionsvertreterInnen aus Deutschland diskutieren über die Chancen, Grenzen, Möglichkeiten und Risiken des interreligiösen Dialogs.
Mitglieder der unterschiedlichen Weltreligionen aus Deutschland und der Schweiz diskutieren über die unterschiedlichen Gegebenheiten und Voraussetzungen, damit unterschiedliche Religionen „vor Ort“ miteinander in den Dialog treten können. Welche Religionen können überhaupt in den Dialog treten, auf welcher Ebene findet er statt und welche gesamtgesellschaftliche Bedeutung kann er haben?

Moderation: Jens Mayer, St. Gallen

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Sonntag, 17. Juni, 11.30 Uhr

Villa Kunterbunt, Multifunktionsraum

Kamerun: Frau sein heißt stark sein

Zum Auftakt Theater: „Blut tropft aus meinem Herzen“ (ca. 15 Minuten)

Eine bewegende Fluchtgeschichte von Françoise aus dem Kongo nach Angola
Das Theaterstück „Blut tropft aus meinem Herzen“ ist die Adaption einer wahren Geschichte. Es erzählt – beispielhaft für unzählige Fluchtgeschichten weltweit – von der dramatischen Flucht einer Frau aus der Demokratischen Republik Kongo nach Angola. Nachdem sie sowohl ihre Geburtsfamilie als auch ihren Mann und ihre Kinder verloren hat, lebt sie heute in den Straßen in Angolas Hauptstadt Luanda. Dort fand sie Hilfe bei einer christlichen Missionarin, die uns ihre Geschichte erzählt hat.

Bodo Klose, Ravensburg

Ab 12.00 Uhr: Lesung und anschließende Diskussion

Ursula und Werner Krebs arbeiteten von 1988 bis 2007 in verschiedenen Projekten in Kamerun. Ihr langer Aufenthalt gewährte ihnen Einblick in das afrikanische Leben. Drei Frauen schenkten ihnen ihr Vertrauen, und sie zeichneten deren Geschichten auf. Aus einem ihrer Bücher werden sie lesen: Mireille Makampé, eine junge Frau aus christlichem Elternhaus, lässt Menschen an dem Martyrium ihrer von ihrem Vater arrangierten Ehe teilhaben.

Siehe auch die Fotoausstellung (Samstag ganztags, Sonntag von 11.00 bis 14.00 Uhr) und den Büchertisch im Hause.

Ursula und Werner Krebs, Bodnegg

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